Blue Flower

Bern, 18.05.2018 - An der DV des Vereins Lebensraum Schweiz ohne Grossraubtiere zogen die wiedergewählten Co-Präsidenten Georges Schnydrig und Germano Mattei (TI) eine positive Jahresbilanz. Mit der Gründung der Sektion Bern habe der Widerstand gegen Grossraubtiere einen wichtigen Verbündeten gewonnen, blickte der Verein zurück.

Wie der Verein Lebensraum Schweiz ohne Grossraubtiere in einer Mitteilung schreibt, verfüge der Schweizer Dachverband nun in allen Gebirgskantonen über schlagkräftige Sektionen. Die inzwischen sechs Verbände fordern vom Bund mehr kantonale Autonomie sowohl bei der Bestandesregulierung wie auch bei der Festlegung von grossraubtierfreien Gebieten.

Germano Mattei (TI), Co-Päsident

«Der Verein erinnert den Bundesrat daran, dass er in der Botschaft zur Änderung des Jagdgesetzes vom August 2017 eine Lockerung des Schutzstatus des Wolfed angekündigt hat», schreibt der Dachverband.

Im Namen unserer Präsidenten laden wir Sie herzlich ein zur Delegiertenversammlung

18. Mai 2018 von 14:00 bis 16:00
Seilerstrasse 4
in Bern

Traktanden:

  1. Begrüssung
  2. Aufnahme neuer Mitglieder
  3. Protokoll 2017
  4. Jahresbericht 2017
  5. Jahresrechnung und Budget / Rapport de révision
  6. Entlastung der Vereinsorgane und der Revisionsstelle
  7. Wahlen des Vorstandes, der Präsidenten und der Revisionsstelle
  8. Revision der Statuten und des Beitragsreglement
  9. Vorschau
  10. Festlegung des Mitgliederbeitrages
  11. Diverses

Eine französische Delegation aus Hochsavoyen wird in Anschluss an die Versammlung über die Situation in Frankreich berichten

Bitte melden Sie sich an unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mit freundlichen Grüssen

Die Geschäftsstelle

Die Wölfe breiten sich in Deutschland weiter aus. Und mancherorts scheinen die Tiere ihre natürliche Scheu vor dem Menschen zu verlieren. Mehrfach hat sich ein Wolf in Städte und auf Grundstücke verirrt. Werden sie für Kinder und Nutztiere zur Gefahr?

Quelle: https://www.stern.de

Schwyz, 13.12.2017 - Das Amt für Natur, Jagd und Fischerei (ANJF) zieht nach der Alp- und Weidesaison 2017 eine Zwischenbilanz über die Präsenz von Grossraubwildtieren im Kanton. Mehrere Hinweise und Vorfälle belegen die dauernde Präsenz des Wolfs. In einem Fall konnten die Nutztier-Risse direkt mit einem Wolf in Verbindung gebracht werden.

Schäden an Nutztieren

Abgänge, die den Verdacht auf die Präsenz von Grossraubwild weckten, wurden durch die Wildhut abgeklärt. Dies erfolgte jeweils in intensiver Zusammenarbeit mit den Tierbesitzern sowie weiteren betroffenen Personen. In einem Fall konnte der Riss eindeutig mit einem Wolf in Zusammenhang gebracht werden. Der Schaden wurde entschädigt.

DNA-Analysen

Um mit genügender Sicherheit zu belegen, um welche Tierart es sich bei einem Riss handelt, wird jeweils eine DNA-Analyse in einem anerkannten Labor in Auftrag gegeben. Insgesamt wurden in diesem Jahr sieben Proben untersucht. Bei zwei Proben von einem toten Schaf konnte ein Fuchs nachgewiesen werden. Bei zwei Proben handelte es sich jeweils um einen Wolf. An einer Probe eines toten Damhirschs, welcher aus einem Gehege stammte, konnte kein Raubtier nachgewiesen werden. Zwei Kotproben, ohne Zusammenhang mit einem Riss, stammten vom Wolf M52. Dieses Individuum wurde schon mehrmals im Kanton Schwyz nachgewiesen.

Monitoring intensiviert

In Gebieten mit möglicher Wolfspräsenz wird das Fotofallenmonitoring intensiviert. Ziel dieses Monitorings ist es, mehr über das Verhalten und die Präsenz von Grossraubwild zu erfahren. Zudem erlaubt diese Methode, viele Informationen mit relativ wenig Aufwand zu bekommen. Das ANJF besitzt ein Fotofallen- und ein DNA-Probeerhebungs-Set, um im Bedarfsfall noch schneller reagieren zu können. Zusätzlich können von der Herdenschutzstelle des Amts für Landwirtschaft (AfL) Zaun-Sets für die Weideeinzäunung bezogen werden. Das AfL hat im Frühjahr 2017 eine Informationsveranstaltung über die neueste Entwicklung zum Herdenschutz veranstaltet.

Prävention

Um präventiv für die Tierhalter aktiv bleiben und handeln zu können, ist das ANJF darauf angewiesen, Meldungen über die Präsenz von Grossraubwild rasch, möglichst genau lokalisiert (Koordinaten/Ortsbe­zeichnung) und gut dokumentiert (Foto-Schnappschuss) zu erhalten. Das ANJF stellt sicher, dass bei "Gefahr in Verzug" verlässliche Informationen schnell und zielgerichtet für die Nutztierhalter per SMS-Service zur Verfügung gestellt werden. Nur mit einer rechtzeitigen Warnung lassen sich letztlich Schäden an Nutztieren vermeiden oder bestmöglich vorbeugen.

Wolf im Raum Einsiedeln nachgewiesen

Am 8. Oktober 2017 wurden im Gebiet Bolzberg, Einsiedeln, Schafe gerissen. Die Auswertung der DNA-Proben hat ergeben, dass es sich dabei um den Wolf M79 gehandelt hat. Der Wolf ist bereits in Seftigen (Kanton Bern) nachgewiesen worden. Aufgrund der grossen Distanz zwischen den beiden Nachweisen kann daraus geschlossen werden, dass er sich auf der Wanderung befindet. Wo sich der Wolf mit italienischer Abstammung im Moment befindet, ist nicht bekannt.

Medienmitteilung, Umweltdepartement Kanton Schwyz, 13.12.2017

Bern, 30.11.2017 - Wolf-Hunde-Mischlinge sind in der Schweiz bisher kein Problem. Das sagt der oberste Schweizer Wildhüter Reinhard Schnidrig zur neuen Wolfsdiskussion, die im Kanton Wallis um sich greift.

Die Diskussion gebe es seit ein paar Jahren, sagte Reinhard Schnidrig, Sektionschef Wildtiere und Waldbiodiversität beim Bundesamt für Umwelt (Bafu), am Mittwoch auf Anfrage zu einem Bericht in der Tageszeitung «Walliser Bote».

Die Wölfin F18 auf einem Fotofallenbild im Gebiet Ofenpass.

 

Die Zeitung schrieb, in der Schweiz lebten wie in Frankreich und Deutschland Wölfe, die sich mit Hunden gekreuzt hätten und somit keine richtigen Wölfe mehr seien. Bei Schafrissen in den Kantonen St. Gallen und Graubünden seien in einer Analyse eines privaten Labors ebenfalls Wolfshybriden als Täter identifiziert worden, hiess es weiter.

Doch das stimmt gemäss Schnidrig so nicht. Es sei nicht klar, woher die Proben stammten. Die Jagdbehörden der beiden Kantone hätten jedenfalls keine Kenntnisse von Rissen, von denen Proben nach Deutschland zur Analyse gesandt worden seien, betonte der oberste Schweizer Jagdaufseher. Wolfshybriden stellten in der Schweiz zurzeit kein Problem dar, unterstrich Schnidrig.

Keine Anzeichen einer Durchmischung

Bisher seien in der Schweiz Hunderte von Speichelproben von Wolfsrissen und ein Dutzend Wolfskadaver untersucht worden. Dabei seien keine Anzeichen von Mischwesen aus Wolf und Hund festgestellt worden, sagte Schnidrig. Falls solche Tiere von der Wildhut gesichtet würden, müssten sie geschossen werden.

Seit dem ersten Auftreten von Wölfen in der Schweiz im Jahre 1995 hat laut Bafu bislang keine Analyse oder Fachexpertise einen Hinweis auf Wolf-Hunde-Mischlinge ergeben. Der Bund sieht darum aktuell in dieser Diskussion keinen Handlungsbedarf.

Wobei Mischlinge auch beim Bafu immer wieder ein Thema sind, und zwar weniger bei Wölfen als bei Steinböcken und Gämsen. Diese Wildtiere kreuzen sich hin und wieder mit den Haustieren. Gemäss eidgenössischer Jagdverordnung müssen die Nachkommen aus der Natur entfernt werden. Bei Wolfsmischlingen, die aus einer Paarung mit einem Hund stammen, verhält es sich genau gleich.

Quelle: Agentur sda

Zugriffe
164343