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Cazis, 17. Mai 2019 - Besorgt über die ungebremste Wiederansiedlung des Wolfes und anderer Grossraubtiere in besiedelten Gebieten des Kantons Graubünden und des gesamten Alpenraumes verabschieden die Teilnehmenden und die beteiligten Organisationen der Veranstaltung «DER WOLF IST ÜBERALL» vom 17. Mai 2019 in der Arena Cazis die folgende Resolution:

Wir fordern Herrn Marc Chardonnens, Direktor des Bundesamtes für Umwelt BAFU und Frau Bundesrätin Simonetta Sommaruga, Vorsteherin des Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) auf, Verantwortung zu übernehmen und für folgende Punkte Lösungen anzustreben.

  • Der in der Berner-Konvention formulierte «strenge Schutz» des Wolfes ist auf «geschützt» zu senken oder die Konvention ist allenfalls zu kündigen, wie es die Motion Fournier verlangt.
  • Wir verlangen eine griffige Gesetzgebung zum Schutz von Tier und Mensch vor Grossraubtier-Angriffen. Das Risiko allfälliger Unfälle mit Menschen und die Qualen der gerissenen Tiere sind nicht länger hinzunehmen.
  • Die Kompetenz zur Regulierung der Wolfspopulationen soll an die Kantone übergeben werden.
  • Die Kommunikation der Ämter mit der betroffenen Bevölkerung und den Tierhaltern soll schnell und effizient erfolgen.
  • Die Kosten eines effizienten Herdenschutzes sind vom Bund zu übernehmen.
  • Die Zukunft der Biodiversität im Alpenraum muss sichergestellt und die Vergandung der Alpweiden verhindert werden.

Rico Calcagnini, Präsident Vereinigung Lebensräume ohne Grossraubtiere Graubünden
Thomas Roffler, Präsident Bündner Bauernverband
Duosch Städler, Präsident Bündner Schafzuchtverband
Hans Ueli Wehrli, Präsident Ziegenzuchtverband Graubünden
Cornelia Aliesch, Präsidentin Bündner Älplerinnen- und Älplerverein


Cazis, 17. Mai 2019

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